Bis ins Dachgeschoss

Pünktlich zum Sommerferienanfang gießt es in Strömen und die Temperaturen sind um satte 15 Grad gesunken.  

Nicht, dass wir uns beklagen wollen, denn Max fand den miesen heißen Juli echt ätzend. Wenn man ständig auf seine Zunge tritt, macht das Leben nur halb so viel Spaß.  

Zecken, Bremsen und Co hatten Hochkonjunktur und Max auf unserer schönen Terrasse seine Fliegenphobie voll ausgelebt, um sich nach verlorener Schlacht mit bereits nervösem Augenzucken in den kühlen Bau zurückzuziehen.  

Mit fast 40 Grad im Schatten blieben uns nur die relativ kühlen sehr frühen Morgenstunden und die Nacht für unsere Streifzüge durchs Revier. Tagsüber war „Bloß-Nicht-Viel-Bewegen“ angesagt.  

Dieses Jahr scheint ein Jahr der wetterlichen Extreme zu werden. Im Mai/Juni wurden wir getreu nach dem Nestlé-Filter-Frio-Verfahren gefriergetrocknet, sodann im weiteren Verlauf sofort frittiert. Nun werden wir wahrscheinlich ersaufen. 

Max gefällt Ersaufen am besten, denn dann ersaufen auch diese verdammten Fliegen! 

Eine Rauferei mit einem jungen Rüden, der nun im vollen Saft steht, und es endlich wissen wollte, endete für meinen in die Jahre gekommenen Helden mit mächtig schmerzenden Knochen.  Man sollte als alter Herr doch würdig von der Bühne des Revierchefs zurücktreten und den Jüngeren das Feld überlassen.  

Leider entpuppt sich Max hier als uneinsichtiger alter Zausel, der immer noch knurrend und scharrend „sein“ Revier absteckt. Und wenn die Hinterbeine auch schmerzen, so wird der Dreck eben mit den Vorderbeinen verteilt.  

Helden sind für die Öffentlichkeit unsterblich und zeigen ihre wahre Gestalt eben erst im sicheren Bau, wo man Max Schnarchen nach der Gabe einiger Schmerzmittel bis ins Dachgeschoss hören kann.


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