Freunde

Wenn man einen Hund hat, braucht man unbedingt verständnisvolle Freunde. Am besten von der Sorte „geplagte Hundeführer“ mit mehrjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet. Abgeklärte Leute, die einfach keine Nerven mehr haben, die das alles schon hinter sich wähnen, was ich wohl offensichtlich gerade erlebe oder gar nicht erst erleben möchte.

 

Leute, die mich davon abhalten, das „Mistvieh“ in die Mülltonne zu kloppen, die meinen Nervenzusammenbruch mit einem milden Lächeln lindern. Die, die mich zurück auf den Teppich holen, wenn ich als Neuling Spielknurren mit ernsthafter Beißerei verwechsele.

 

Die, die mir bei strömendem Regen auf die nasse Schulter klopfen, mit mir bei klirrender Kälte zittern und im Sommer auf der Wiese liegen – ja die, die mir den manchmal krassen Unterschied zwischen Hundeflüsterer-Büchern und der gnadenlosen Realität leichter machen.

 

Meine Freundin Gitti, die verhindert hat, dass ich meinen Purzel zu sehr verzärtele, die mich schonend aufgeklärt hat, dass ein Hund eben kein Mensch und dass das auch gut so ist. Bei all unseren „stöbern durch das Revier“ erleben wir immer wieder neue Abenteuer, da wir beide weder Sturm noch Eiszeit fürchten und uns kein Berg zu hoch und kein Matsch zu schmuddelig ist.

     
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Meine Freundin Anke, die ihren „Wilden“ niederringt, weil er ihre herrlich gefüllte Roulade kurz vorm Anbraten von der Küchenzeile klaut. Oder die ihm zur Not ins Ohr beißt, weil er, was er einmal hat, nicht wieder hergibt -  die immer herrliche Geschichten parat hat, über die wir herzlich lachen können.


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Meine Freundin Karin, die ebenso verrückt wie ich zig Fotos von ihrem Liebling Scotty hat und jeden Hunde-Tag intensiv erlebt. Wie knuffig er doch schläft und läuft und überhaupt … und die sich wie ich wundert, dass manchmal selbst eine Hundepfeife unsere Lieblinge taub lässt.


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Sie alle haben mir weitergeholfen und tun dies noch immer durch ihre wunderbare Art, zuzuhören und auch meine Spinnerei in gewisser Weise ernst zu nehmen.

 

Und weil sie alle durchaus verstehen, dass sich zwischen Hund und Mensch eine recht innige Liebe entwickeln kann.

 

Danke, dass es euch gibt.

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Der Mensch am anderen Ende der Leine
 
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