Plötzlich...

...und ohne jegliche Vorwarnung ist es doch so geworden, wie wir es uns alle gewünscht haben. 

 
Schal und Winterjacke haben ausgedient, die Vögel brüllen was das Zeug hält und alles ist wieder freundlich und grün.  

Max hechelt und verliert Myriaden von Haaren, die den Vögeln gerade willkommen sind. Sie sammeln eifrig und haben alle ein weißes Bärtchen, polstern ihre Nester damit aus, damit die Kleinen weich und warm das Licht der Welt erblicken. 

In der Nacht wurden unsere „Enkel“, die noch in der Eierschale steckten, von unserer Terrasse geraubt.

Jedes Frühjahr brütet hier ein Rotschwänzchen-Paar direkt über unseren Köpfen und wir freuen uns über die „Enkel“ – jedoch sind sie diesmal einem Räuber zum Opfer gefallen.
 

Wir haben die Elstern in Verdacht, die nebenan im Raketenbaum ihr Nest bauen. Die lungern schon die ganze Zeit hier rum, brechen kleine Äste aus meinen Büschen und haben wohl gemerkt, dass sich unter unserer Terrasse eine kleine Zwischenmahlzeit zu entwickeln scheint.  

Max schnuffelt am alten Nest, das am Boden liegt und gibt sich der Morgensonne hin. Sein Fell wird nun von einer Meise aufgepickt und die „Verdächtigen“ krakeelen im Raketenbaum. 

Schon brüllen die Maschinen in der Nachbarschaft. Rasenmäher, Vertikutierer, Motorsägen und –sensen nebst irgendwelchen Hack-, Schneid- oder Petzmaschinen. Das Leben ist ins Tal gekommen, fast heftiger als in der Großstadt.  

Ich fühle mich ein wenig schuldig, dass ich nichts tuend in meinem Liegestuhl rumlungere - Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn und Männertreu, die doch gerade erst das Licht der Welt erblickt haben, noch etwas genießen möchte.  

Vor meinen Augen stürzt sich der Rüttelfalke vom Himmel, eine Weinbergschnecke frisst meinen jungen Kohlrabi und Max wälzt sich laut grunzend im Gras….

 


 

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