.. was is ??

Wie die Zeit vergeht! Unglaublich. Ich sitze in meinem Schaukelstuhl und Silvester ist direkt in den März übergegangen…

 

Max ist jetzt gut drei Jahre alt und sieht recht erwachsen aus. Das zeigt sich besonders daran, dass die Menschen, denen er freudig entgegen hechelt, ihn lieber angeleint sehen würden und ihn nicht mehr so knuddeln wollen, wie früher. Max findet das gar nicht gut und ich auch nicht. Nun ja, abgesehen davon, dass er richtig beeidruckende Beißerchen hat, ist er auch noch schwer. Eine echte Wuchtwumme!

 

Auch wenn er äußerlich ein ganz „schöner Brocken“ geworden ist, so ist er innerlich verspielt wie eh und je, ein Komiker eben.

 

Wenn Kinder toben, muss er hin und es ist schwierig für mich, ihm zu erklären, dass   Kinder eben klein und er jetzt groß ist. Auch dass nicht jeder Hundehalter Bock auf Hundespielen hat, empört ihn, weil er doch soo gerne mit anderen Hunden tobt. Dass nicht jeder Mensch Freund sein will und dass erwachsen werden eben nicht immer Gutes bedeutet.

 

Max kann viel, aber nix so richtig. Das liegt natürlich an mir, denn mir geht es genau so, ich kann und konnte mich nie zum Experten für eine Sache entschließen.

 

So hat er gelernt, mir die Socken auszuziehen und die Überhosen. Ich dachte, das wäre ganz nützlich für meine älter werdenden Knochen. Richtig gut macht er das, so wie die ausgebildeten Therapiehunde das im Fernsehen vormachen. Aber dass er dann mit den Socken und der Hose abhaut und diese erst mal durch die Gegend schmeißt… nun, das wäre wohl nicht wünschenswert in der Therapie.

 

Auch als Blindenhund wäre er nicht ganz geeignet. Er führt prima an der Leine, echt bis nach Hause, wenn da nicht diese äußerst verdächtig riechende Spur wäre, „der Knaller!“, der sich auf einmal und ganz plötzlich in seine Nase drängt und er dem Drängen zwanghaft nachgeben muss…

 

Nach dem vierten Dummy denkt er sich, dass ich auch mal was arbeiten sollte und die restlichen selber einsammeln kann. Man muss ja nix übertreiben, oder?

 

Die Reh-Beobachtungen hat Max etwas verbessert – denn ich blicke ja gar nichts! Außer, dass ich den Dosenöffner betätigen kann, hab’ ich’s nicht so drauf – ich sehe schlecht, ich rieche nix, kein „Allradantrieb“ … oh Mann, was für `ne Regierung! Max hat daher unsere Wildbeobachtungen in soweit entwickelt, dass er mir anzeigt, wo die Viecher sind und er hat immer Recht! Ich brauche da einfach länger als er, und wenn die sich nicht von selber bewegen und ich nicht anzeige, dass ich sie gesehen habe, geht er eben ein paar Schritte in die Richtung, um sich dann zu mir umzudrehen, als wollte er sagen: “Siehste, da sin’ se doch! Her mit dem Schleckerlie!“ Ich bin ganz stolz auf ihn, denn ich sehe nun viel mehr Wild, als vorher. Im Wald ist er sehr verlässlich, auch wenn das Wild direkt vor uns den Weg kreuzt.

 

Max liebt die Klamotten, die sich zum Waschen im Wäschekorb sammeln. Er geht niemals ohne irgendeine olle Socke oder ein Hemd schlafen. Er soll jedoch keine Klamotten von oben die Treppe runter schleppen. Das weiß er auch, denn er könnte sich ja auf der Treppe im Unterhemd verheddern und runterfallen. Also rafft er das Hemd zusammen und schaut mich Schwanz wedelnd und mit vollem Hals an. Trotzdem darf er nicht. Neulich hatte er eine Socke ganz im Maul verschwinden lassen und ich ließ ihn. Auf der Hälfte der Treppe guckt er mich an und lässt die Socke raushängen… mit Absicht?? Ich musste einfach lachen – so wie jeden Tag. Er bringt mich immer zum Lachen, auch an noch so miesen Tagen.

 

Natürlich trägt er, wie jedes Familienmitglied, zu unserem Lebensunterhalt bei, in dem er sich um das Brennholz kümmert. Ich denke, die Bilder sprechen für sich:

 



 

Also, was kann ich nach fast drei Jahren mit Max anderes sagen, als dass ich keinen Tag mit ihm missen möchte?

Copyright
 
Der Mensch am anderen Ende der Leine
 
Tiere suchen ein liebevolles Heim
 
Mein Favorit zum Thema Hundeerziehung
 
 
Heute waren schon 20 Besucher (124 Hits) hier!