Alohol...



Wie sehr bin ich eigentlich „auf den Hund gekommen“, wenn ich Max ins Platz bitte, um bei ihm eine Vorhautspülung zu erproben?

Des Nächtens sah ich –nach dem durchaus plastisch geschilderten Bericht der neuen Tierärztin- die Legionen der Bakterien, wie sie in der ellenlangen Vorhaut meines Hundes Partys feiern und sich durch seinen Pillermann und die Blase in die Nieren vorarbeiten, wenn ich nix unternehme!

Also ziehe ich das sündhaft teure Mittel, welches ich dort in der Praxis erstanden habe, in die Spritze auf. Immerhin 10 ml! Die Spritze ist fast voll. Ich setzte die Plastikkanüle auf – die ebenfalls fast 2 cm lang ist!!! und schiebe sie meinem nichts ahnenden, vertrauensvollen und lieben Hund unter die Vorhaut.

Max merkt das natürlich sofort, und fängt an, dort an dieser Stelle zu schlecken und zu schlabbern.

Wie soll ich die Spritze abdrücken, ohne Max Zunge zu zerquetschen? Ich tue es trotz Max Geschlabbere und Hundi schlabbert noch doller!

Massieren soll ich noch, ziehe die Spritze raus, halte die Vorhaut zu, massiere vorsichtig das Zeug in Richtung Juwelen und während ich dies versuche, springt Max auf, die ganze Soße läuft raus, und Max schlabbert und schlabbert und hat mindestens ein volles Schnapsglas Wodka in sich aufgenommen, denn das Zeug enthält Alkohol.

Die ganze Bude stinkt nach Alkohol und anderen chemischen Zusätzen, als hätten wir eine Orgie gefeiert und Max ist wohl das erste Mal in seinem Leben blau.

Am nächsten Tag (die Tierärztin sagte uns, wir sollen das erst mal täglich machen), ziehe ich nur 5ml auf, denn das würde Max nur leicht angesäuselt zurücklassen.

Max ist noch weniger begeistert als am Vortag, denn Alk reizt wohl auch die empfindlichen Stellen (Ich stelle mir gerade vor, wie ein Mensch sich Klosterfrau Melissengeist unter die Vorhaut spritzen würde und muss herzhaft lachen).

Nun lasse ich die Vorhaut meines Hundes in Frieden, nachdem ich im wahrlich schlauen Internet gelesen habe, dass fast jeder intakte Rüde tropft, schon allein aus dem Grund, damit er den Damen und den Konkurrenten seine Absicht klar verständlich machen kann. Klingt logisch für mich.

Die Gabe von Antibiotika war jedoch – in dieser Blutstropfen-Situation- die meiner Meinung nach wahrlich angesagte Entscheidung und half schon nach 2 Tagen.

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