Ein ganz neues Jahr



Das Jahr 2011 ist über uns hereingebrochen. Einfach so.
 
Der Alkoholkonsum an Silvester hat wohl dazu beigetragen, dass nun, in 2011 der immerhin noch 30 cm hohe Schnee einfach ganz anders aussieht als im alten Jahr. Viel weißer, viel neuer und glitzernder. Nicht mehr das todbringende Leichentuch von gestern, nein, sondern das Strahlen des neuen Jahres, welches verheißungsvoll vor mir liegt.
 
Ich habe das erhebende Gefühl, an diesem ersten neuen Tag noch mal ganz neu zu beginnen. Max schnuffelt prüfend die Luft in Richtung Schrebergärten, ja, denn auch er scheint zu ahnen, dass das Jahr ganz frisch und irgendwie anders ist.
 
Wie sich wenig später herausstellen wird, ist Max erheblich praktischer veranlagt als ich, denn er hat die Rehe, die jetzt, in diesem, für unsere Verhältnisse doch recht harten Winter aus dem Wald in die Gärten hinunter kommen, um irgendwo im Dorf was Essbares zu finden, schon längst nasenmäßig erspäht.
 
Ich lobe ihn für seine Aufmerksamkeit und wir gehen an den armen Tieren vorbei, denn Max ist eher der Löwe aus dem Dreamworks-Film Madagaskar. Er setzt sich vor mich hin, denn für die Erspähung der Rehe ist erst mal ein Schleckerli fällig. Max hat ja schon vor Jahren festgestellt, dass ich im Rehe-Entdecken eine Null bin und er in diesem Punkt klare Vorteile hat.
 
Heute wurde uns durch die stille Post des Dorfes zugetragen, dass der Hauptwaldweg ordentlich geschoben und platt gewalzt sei, und das kilometerweit! Unsere Straße ist zwar zum mindestens 5 cm dicken Eispanzer erstarrt, aber der Wald ist von den netten Schiebemaschinen bereinigt, einwandfrei befahr- und begehbar. Ich bin begeistert! Nun weiß ich endlich, warum wir sie hier kaum zu Gesicht bekamen, denn sie waren emsig im Wald beschäftigt…
 
Wir sind gerettet. 2011 ist einfach prima!
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