Klicker


ein Bild

 

Also ich habe mir jetzt so ein Ding gekauft. Früher sagten wir dazu „Knackfrösche“ und die waren für ein paar Pfennig zu haben. Ich habe stolze € 3,50 dafür bezahlt, da Kinder heute nicht mehr mit Knackfröschen spielen.

 

Ich habe erst nicht daran geglaubt, als ich davon las, aber nun, da wir seit zwei Wochen klickern, ist die Veränderung in Max ganzem Verhalten doch enorm positiv für uns beide.

 

Wenn der Hund erst mal geschnallt hat, dass ein Klick bedeutet, dass er es richtig macht, sind die Einsatzmöglichkeiten unbegrenzt, denn man kann gezielt anklicken, genau dann, wenn der Hund ansetzt, das gewünschte zu tun. Das ist besonders auf die Distanz eine feine Sache, denn bis Köti zurück ist und Schleckerli ins Mäulchen geschoben bekommt, hat er schon zig andere Eindrücke gesammelt und macht vielleicht falsche Verknüpfungen.

 

Seit dem Klicker geht Hundi wunderbar an der Leine und wir laufen durch die Straßen, wie die Helden, die gerade vom besten Abenteuer aller Zeiten zurückkommen oder dort hin wollen, denn wir haben es nicht nötig, irgendwelche andere Regungen in der Öffentlichkeit zu zeigen, als eben nur die, dass hier zwei Lebewesen herantraben, die über den Dingen stehen. Fetzende Köter an Zäunen interessieren uns nicht mehr.

 

Wir üben zusammen einen Rock’n Roll. Wir sind noch nicht fertig damit, aber das Bislang beübte kann sich sehen lassen.

 

Wild in der Nähe, Max schaut zu mir, Klick – jo! Er hat es gesehen, so wie ich und gut ist’s.

 

Wir gehen ja gemeinsam jagen, da Max natürlich gerne jagt – das tut jeder Hund und ich glaube nicht, dass man das einem Hund abgewöhnen kann. Jedoch soll er kontrolliert jagen. Ich finde es toll, wenn er eine Spur entdeckt, nur er muss sich davon abrufen lassen und dann machen wir etwas anderes geiles. Ich übe das zurzeit an der langen Leine mit dem Klicker und es funktioniert recht gut.

 

Ich gebe gerne offen zu, dass ich mir viele Kommandos selber versaut habe. Zum Beispiel die Wörter „komm“ oder „hier“ werden so oft unbewusst benutzt, dass Hundi ganz schön durcheinander kommt, wenn ich sage: “Komm, wir gehen“.

 

Also, was jetzt? Kommen oder gehen?

 

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