The dark side of the force
Es ist nach Mitternacht und –weiß Gott- Zeit, sich dem Schlaf hinzugeben. Max freut sich, genauso wie wir, auf sein Bett. Wie jede Nacht schnappt er sich noch ein Stofftier, ohne welches er niemals Heia machen würde. Er ist schon glückselig, wie jede Nacht, auf dem Weg zur Treppe, hinan ins Schlafgemach, als da dieses seltsam laute Brummen ertönt.
 
Max kennt dieses bedrohliche Brummen zur Genüge. Es ist DAS BÖSE schlechthin! Die Verkörperung des Übels dieser Welt. Er lässt sein Stofftier fallen und stellt die Nackenhaare. Doch auch die Panik schleicht sich ein, denn das Böse bewegt sich in einer Höllengeschwindigkeit und ist mal hier, mal da zu hören. Ungreifbar, unzerbeißbar, und daher höchst gefährlich.
 
Es ist in der Luft und es ist schnell. Es könnte ja auf ihn zustürzen und ihn einfach fressen. Das Ding scheint überall und nirgends zu sein und das alles zu gleicher Zeit.
 
Der Chef des Hauses muss herbeigerufen werden und mein Mann, Rudelchef und Retter des Paradieses, stellt sich zu seiner 2 Meter Größe auf und schnappt sich die Waffe.
 
Max ist sichtlich beruhigter. Das Ding brummt zwar immer noch, aber jetzt ist Max nicht mehr allein in der Schlacht. Mein Mann bewegt sich mit der Waffe auf das Ding zu und Max ist im Schutze der mächtigen Beine des Rudelchefs ganz nah und direkt hinter ihm.
 
Max lässt sein fürchterlichtestes Grollen tief aus dem Inneren nach Außen dringen und mein Mann hebt die Waffe zum tödlichen Schlag. Wie in den bösen Filmen zerschmettert mein Mann –zeitlupengleich- den Feind. Die Gefahr ist gebannt. Das Opfer stürzt zu Boden und liegt vor ihnen.
 
Mein Mann dreht sich zum Gehen, denn wir wollten ja eigentlich ins Bett – doch Max hat noch seine Zweifel. Ist der Eindringling wirklich tot? Oder tut er nur so, um uns später im Schlaf zu überwältigen? Max muss ihn noch mal mit der Nase berühren, und JA, hat es sich nicht bewegt? Eben gerade, so ganz kurz? Max schaut uns an. Wir müssten es doch auch gesehen haben! Er springt um das Ungetüm herum und bellt. Er tritt es mit den Pfoten – aber es bewegt sich noch immer. Das MÜSSEN wir doch auch sehen!
 
Mein Mann legt die Fliegenklatsche zur Seite und entsorgt die Fliege im Mülleimer.
 
Nun ist sie weg, jawohl! Max schnappt sich sein Stofftier und flitzt überglücklich nach Oben.
 
Die Gefahr ist gebannt, er hat sie erkannt und …
 
Es herrscht wieder Frieden im Paradies.
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