Welpen

Max wird wohl langsam erwachsen, im Februar wird er drei Jahre alt.  Mein Mann und ich haben beobachtet, dass er sich Welpen gegenüber zumindest so aufführt, als wäre er erwachsen. Spielen ja – aber nicht zu doll.

 

Älteren Hunden gegenüber führt er sich jedoch selber auf wie ein Welpe und versteht überhaupt nicht, dass die Mauselöcher geiler finden als ihn. Er nervt sie dann so lange, bis sie ihm in den Arsch beißen wollen und rast von dannen, die Älteren mit (hoffentlich) weniger Puste hinter her. So muss es sein.

 

Kommt aber ein quirliger Welpe, der ihm ins Ohr kriechen will, markiert er den Coolen, der gelernt hat, sich zu beherrschen und lieber an Erhöhungen schnuffelt und wichtige Nachrichten markiert. So nach dem Motto: „Mann, ich bin so cool – das musst DU erst noch lernen!“

 

Es gibt ja diese Mär vom Welpenschutz – aber ich denke mir, es geht den Hunden  wie den Leut’ . Bei den Menschen können die kleinen Monster auch nur die Nerven ihrer Eltern ungestraft zerfetzen während diese entzückt aufschreien: „Sind sie nicht süß?“

 

Noch gar nicht so lange her, als Max abgenervt hat und die erwachsenen Hunde, mit denen er zusammentraf, ihn zurechtgewiesen haben. So hat er wohl gelernt, einzuschätzen, dass er sich in der Hundewelt nicht alles erlauben kann.

 

Ich, als ungelernte Hundeführerin, glaube noch heute daran, dass ich meinem damals kleinen Welpen zwar das „richtige“ Männerpinkeln beigebracht habe („Du musst das Beinchen heben … SO…!)

 

 – jedoch erinnere ich mich, dass (als ich ihn nach Zecken absuchte  - er war gerade zwei Wochen bei uns) ich diese fette voll gesaugte Zecke an seinem empfindlichen Bereich vorfand und sie gerade mit der Zange packen wollte, als ich kurz vor dem Eingriff erkannte, dass ich meinen kleinen Welpen fast entmannt hätte …

 

 

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