Winterliche Wahrheiten


Läufige Hündinnen sind für uns die Highlights des Jahres und eine –für mich nicht gerade erfreuliche-  Einsicht, dass auch jahrelanges Training nicht immer fruchtet.  

Sollte Ihre läufige Hündin also von einem Rüden, dem das Testosteron bereits aus den Ohren fließt, belästigt werden, so gehen Sie bitte folgendermaßen vor: 

Leinen Sie Ihre Hündin ab und den Rüden an. Binden Sie den Irren an den nächsten Baum oder Pfosten, falls er Sie nervt.  Der zerknirschte Halter des Rüden ist garantiert mehr oder weniger weit weg, eilt jedoch zu Ihnen und wird, mehr oder weniger offen, zugeben, dass er seinen Rüden nicht im Griff hat. Hat er auch nicht, zumindest nicht in dieser  bemerkenswerten Zeit, in der alle Gesetze abgeschafft zu sein scheinen, und die Natur den Lebenden geradezu befiehlt, sich zu reproduzieren.  

Max ist mir schon dreimal abgehauen in diesem doch recht jungen Jahr, einfach so, ganz unvermittelt – ab zur unwiderstehlich riechenden Dulcinea. Und das in seinem Alter!!! 

Max wird nächsten Sonntag 10. Ein nach menschlichem Altersvergleich ca. 70 Jahre alter Sack, der’s nicht lassen kann und den 20jährigen Adonis raushängt! 

„Ich denke, der hat’s mit der Hüfte?“, sagt mir ein Nachbar, „kaum zu glauben, wie der rennen kann!“ 

Es ist nicht einfach, wenn die meisten Hunde in der Gegend wohlriechende Weibchen sind, die natürlich alle mehr oder weniger gleichzeitig läufig werden. Das hält selbst der stärkste Rüde auf die Dauer nicht durch, und Max ist in dieser Hinsicht eher schwach… 


Ansonsten ist es eiskalt – so kalt, dass man es auf den folgenden Fotos deutlich sehen kann.
 











Max geht es bestens – er würde eh gerne nach Sibirien ziehen. Dorthin, wo der Wind noch höhere Schneedünen auftürmt und die Eisschollen meterhoch sind… 

… aber erst, wenn die Hündinnen hier nicht mehr läufig sind.

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Der Mensch am anderen Ende der Leine
 
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